Bei ihrem Besuch bei Krisztina Hackl in Siegendorf im Spätsommer 2025 war „Natur im Garten“-Beraterin Annabelle Morocutti ganz begeistert vom großen Pflanzenwissen der Naturgärtnerin.
Das beste Beispiel für den großen Wissensschatz von Krisztina Hackl ist das Moorbeet, das für ausreichend Schatten entlang einer Hausmauer angelegt ist. Hier wachsen Hortensien, Rhododendren und andere Pflanzen, die „saure“ Erde mögen. Ganz den Kernkriterien von „Natur im Gaten“ entsprechend verzichtet die engagierte Naturgärtnerin auch im Moorbeet ganz bewusst auf Torf und torfhältige Gartenerde. Der Gartenfachhandel bietet mittlerweile hervorragende torffreie Alternativen an. Krisztina Hackl nützt diese Angebote. Außerdem arbeitet sie die reichlich vorhandenen Nadeln ihrer Tanne in ihr Moorbeet ein und immer wieder auch einmal eine Handvoll Erde, die sie unter dem Nadelbaum wegnimmt. Auch den Heidelbeeren und Cranberrys, die sich ebenfalls auf saurem Boden wohlfühlen, lässt sie diese Behandlung angedeihen. Zum Gießen verwendet sie in diesen Bereichen ausschließlich Regenwasser, um den ph-Wert des Bodens nicht wieder zu heben.
Warum auf Torf und torfhaltige Produkte verzichten? Der Abbau und Transport von Torf ist klimaschädlich und zerstört unwiederbringlich den Lebensraum seltener Arten. In unserem Infoblatt „Torfrei gärtnern ist Klima- und Artenschutz“ findest du mehr zum Thema, auf Seite 3 unter „standortgerechte Pflanzen wählen oder ohne Torf ph senken“ finden sich weitere Tipps zur Senkung des ph-Wertes des Gartenbodens. Empfehlenswert ist auch unser Infoblatt „Torffreie Substrate – Kauf – Selbstherstellung – Pflege“.
Im Naturgarten von Krisztina Hackl gibt es jede Menge Obstgehölze: Marille, Pfirsich, Weingartenpfirsich, Weichsel, Maulbeere, Apfel „Kronprinz Rudolf“, Haselnuss, Feigen, Kaki und ein Papaya-Baum (Melonenbaum). Auch Zitrusfrüchte wie Orange, Limette, Clementine und Zitrone „Hand Buddhas“ haben einen Platz gefunden. Zum Naschen gibt es außerdem noch Himbeeren, Heidelbeeren, sibirische Blaubeeren und Weintrauben – unter anderem Uhudler Trauben.
Kräuter und Gemüse baut Krisztina Hackl in Hochbeeten an. Zusätzlich befindet sich im hinteren Teil des Gartens ein Gemüsebeet mit verschiedenen Tomatensorten. Zur Pflanzenstärkung wird unter anderem Brennnesseljauche angesetzt. Ein Komposthaufen ist hier so selbstverständlich wie die Regenwassernutzung.
Ein wahrer Blickfang im Gartenparadies von Krisztina Hackl ist ein blühendes Staudenbeet. Goldrute, Hartriegel, Weißer Federmohn, Johanniskraut und vieles mehr sind hier wahre Bienen- und Schmetterlingsmagnete. Ganz in der Nähe ist ein Bankerl, das eines der Lieblingsplatzerl von Krisztina ist. An einem lauschigen, schattigen Plätzchen neben dem Biotop endet schließlich der eindrucksvolle Gartenrundgang. Und – wer weiß – vielleicht lädt die ambitionierte Naturgärtnerin bei den Naturgartentagen am 13. Und 14. Juni 2026 dazu ein ihre Lieblingsplatzerl zu entdecken – wir würden uns sehr freuen!
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